Mobilitätskonzept Radverkehr

von | 8. März 2019

Im Zeichen von Dieselskandal und Mobilitätswende wird es immer drängender, die Voraussetzungen für eine drastische Erhöhung des Radverkehrsanteils zu schaffen. Schon im Jahr 2015 erstellte der Rhein-Neckar-Kreis dazu ein Mobilitätskonzept. Darin wurden die Maßnahmen zur Ertüchtigung des sogenannten Startnetzes aufgelistet. Dabei ging es aber in der Regel nur um die Anpassung der Beschilderung und die Erneuerung schlechter Oberflächen. Weitergehende Maßnahmen wie z.B. der Ausbau der Radwege Leimen- Nußloch bzw. Leimen-Schwetzingen und eine Radverkehrsverbindung von Gauangelloch nach Leimen bzw. Richtung Walldorf sollen nun im Zielnetz erfasst werden.

Die  Städte und Gemeinden konnten nun bis Ende Februar ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Von den  aufgelisteten notwendigen bzw. wünschenswerten Maßnahmen dürfte der Ausbau der Verbindung St.Ilgen Bahnhof – Walldorf im Bereich „Im Erlengrund“ am einfachsten zu realisieren sein. Aber auch auf dem Weg über die Felder nach Wiesloch gibt noch unbefestigte Abschnitte, die einer Sanierung bedürfen.

Es gibt also sowohl für die Stadt als auch den Kreis noch viel zu tun. Um allein die innerstädtischen Maßnahmen durchführen zu können reicht aber der ursprünglich im Investitionsplan vorgesehene Betrag von 30 Tsd € im Jahr bei weitem nicht aus. Das sind ca. 1,20 € pro Kopf im Jahr.
Zum Vergleich: In Stuttgart werden pro Jahr und Einwohner 5 € und in Kopenhagen 35,60 € in eine sichere Radinfrastruktur investiert und die drei von der Stadt finanzierten Tiefgaragen müssen jährlich mit ca. 200 Tsd € bezuschusst werden.

Link zum Thema:
https://www.spiegel.de/auto/aktuell/fahrrad-verkehr-vorschlaege-der-laender-nur-symbolische-massnahmen-a-1261473.html

Weitere Informationen zum Mobilitätskonzept Radverkehr im RNK:
https://www.rhein-neckar-kreis.de/,Lde/start/landratsamt/Mobilitaetskonzept+Radverkehr.html